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Blog-Beitrag_Bonorum_CBD_Koeln_Hanfsorten_im_Überblick_Cannabis_Sativa_und_Indica

Hanfsorten im Überblick: Cannabis Sativa und Indica

Unsere CBD-Produkte werden alle aus Hanfpflanzen der Sorte „Cannabis Sativahergestellt. Neben dieser gibt es noch weitere Arten wie bspw. Cannabis Indica. Letztere spielt auch bei Hanfprodukten für den Freizeitkonsum oder für medizinische Zwecke eine Rolle.

Kenner wissen natürlich um die Unterschiede zwischen den verschiedenen Hanfsorten und sind sicherlich schon einmal über eine Diskussion darüber, ob Sativa oder Indica besser sei, gestolpert. Wenn all diese Begriffe für dich Neuland sind, dann solltest du jetzt weiterlesen. Denn wir geben dir heute eine kleine Einführung in die verschiedenen Hanfsorten.

Entdeckung verschiedener Hanfsorten

Hanf ist bekannterweise eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits vor tausenden von Jahren wurde er in China und Persien angebaut und hatte aufgrund seiner Samen eine wichtige Rolle als Getreidelieferant. Weitere Bedeutung kam ihm als Rohstoff zu, denn aus den Fasern wurden Kleidung, Segeltücher, Papier, Seile und vieles mehr hergestellt. Deswegen baute man ihn nicht nur in Asien, sondern auch in Europa über viele Jahrhunderte lang an.

Zum ersten Mal klassifiziert wurde die Hanfpflanze allerdings erst im 18. Jahrhundert. Der schwedische Forscher Carl von Linné gab ihr 1753 die Bezeichnung „Cannabis sativa L“. Er hatte sich damals bereits länger mit der Hanfpflanze beschäftigt, die zu dieser Zeit schon weit verbreitet in Europa war. Das „L.“ steht dabei für Linnés botanisches Kürzel, das sich auch bei weiteren durch ihn klassifizierten Pflanzen findet. Carl von Linné ging davon aus, dass Hanf monotypisch sei – also nur eine einzige Art umfasst.

32 Jahre später wurde allerdings eine weitere Hanfart in Indien entdeckt. Der französische Biologe und Botaniker Jean-Baptiste de Lamarck stellte fest, dass die von ihm gefundene Art sich in mehreren Punkten von Linnés Cannabis Sativa unterschied. Er klassifizierte sie als „Cannabis indica Lam.“ und veröffentlichte eine umfassende Studie zu der Pflanze.

1962 wurde dann eine dritte Art in Russland gefunden. Der Botaniker Dmitrij Janischwesky bezeichnete sie als „Cannabis ruderalis“.

Bis heute ist unklar, ob es sich tatsächlich um drei verschiedene Arten handelt, die alle zur Familie der Hanfgewächse gehören. Viele Forscher sind stattdessen der Meinung, dass Indica und Ruderalis eigentlich nur Unterarten von Cannabis Sativa sind. Sie sehen Hanf als eine monotypische Pflanze, von der es mittlerweile zahlreiche verschiedene Sorten gibt – sowohl für den Freizeitkonsum als auch im Nutzhanfbereich. Verstärkt wird diese Ansicht durch verschiedene Forschungen, die zeigen, dass sich Sativa- und Indica-Pflanzen genetisch kaum voneinander unterscheiden.

Weiterhin ist es kaum möglich nachzuvollziehen, welche Hanfsorten in bestimmten Ländern einheimisch oder einfach nur ehemalige Kulturpflanzen sind. Besonders in Zentralasien wachsen viele Sorten, bei denen es als fraglich gilt, ob es sich um wilde Pflanzen handelt oder solche, die irgendwann dort angebaut wurden und sich anschließend ausgebreitet haben.

Nutzhanf vs. Medizinhanf & Hanf für den Freizeitkonsum

Klar ist in der ganzen Uneinigkeit auf jeden Fall folgendes: Für CBD-Produkte wie bei Bonorum kommt ein spezieller THC-armer Nutzhanf der Art Cannabis Sativa zum Einsatz (Mehr hierzu gibt's im folgenden Blog-Beitrag: Qualitätsprodukte von Bonorum). Er wird zur Gewinnung von Blüten, Blättern, Samen und Fasern kultiviert, aus denen wiederum verschiedene Produkte wie bspw. CBD-Öle hergestellt werden. Dieser Hanf darf in Deutschland seit 1996 angebaut werden, muss dabei aber strenge Auflagen erfüllen. Neben einem geringen THC-Gehalt ist das bspw. ein hoher Faseranteil. Alle Sorten, die den Anforderungen entsprechen, werden im offiziellen EU-Sortenkatalog aufgeführt. In diesem stehen aktuell 73 Sorten (Stand 15. März 2021). Zudem sind auch Sorten aufgelistet, die aktuell nicht angebaut werden dürfen. Meistens ist das der Fall, weil die erlaubten THC-Grenzwerte mehrmals bei Proben überschritten wurden.

Während hier ausschließlich Pflanzen der Art Cannabis Sativa verwendet werden, haben Nutzer im Bereich Freizeitkonsum und Medizinhanf die Auswahl zwischen Sativa und Indica. Außerdem gibt es mittlerweile unzählige Hybride. Die Sorte Ruderalis hat hingegen keine nennenswerte Bedeutung. Ob Sativa oder Indica Sorten die bessere Wahl sind, ist schon länger eine der heißesten Diskussionen. Und Grund genug, sich die Unterschiede zwischen den Pflanzen einmal genauer anzuschauen.

Unterschiede zwischen Cannabis Sativa und Indica

Herkunft

Pflanzen der Kategorie Sativa kommen aus äquatorialen Ländern wie bspw. Thailand, Vietnam, Mexiko, Jamaika und Kolumbien. Indica-Pflanzen wachsen hingegen eher in subtropischen Regionen und sind in Indien, Nepal, Pakistan, Afghanistan, Libanon und Marokko heimisch.

Wachstum

Ein großer Unterschied zwischen den zwei Sorten zeigt sich in der Wachstumsweise und damit ihrem Aussehen. So wachsen Sativa-Pflanzen relativ hoch und können für gewöhnlich bis zu 3 m werden. Unter idealen Wachstumsbedingen werden manchmal sogar 5 m erreicht. Die Blätter sind dabei eher schmal und lang. Diese Art des Wachstums resultiert aus der Herkunft der Pflanze. Um sich an die dortigen heißen Sommer und die hohe Luftfeuchtigkeit anzupassen, haben sie schmale Blätter und luftige Blüten entwickelt. So trotzen sie gleichzeitig der Gefahr von Schimmel.

Indica-Pflanzen zeichnen sich hingegen durch eine kürzere und buschigere Wachstumsweise aus. Ihre Blätter sind viel breiter und nicht so lange wie die der Sativa-Sorten. Außerdem haben sie eine dunklere Farbe. Damit reagieren die Pflanzen auf die äußerlichen Bedingungen der Länder, in denen sie heimisch sind. Dort herrschen meist kühlere Temperaturen und die Luft ist trockener.

Blütezeit

Da Indica-Sorten meist kürzere und kühlere Sommerperioden erleben, blühen sie auch kürzer als Sativa-Sorten. Die übliche Blütezeit bei Indicas beträgt zwischen 45 und 65 Tagen; bei Sativas sind es 60 – 90 Tage. Dies macht erstere zu guten Kandidaten für die Indoor-Produktion. Werden die richtigen Bedingungen eingestellt, können so auch in kurzer Zeit mehrere Ernten in Folge erfolgen. Sativa-Pflanzen sind mit ihrer längeren Blütezeit hingegen auch gut für den Anbau im Freien geeignet. Ihre hohe Widerstandsfähigkeit trägt zu dieser Form der Kultivierung bei.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Wenn es um die Unterschiede in Bezug auf die Inhaltsstoffe und die Wirkung der Pflanzen geht, beginnt die Diskussion meistens interessant zu werden.

Sativa-Sorten zeichnen sich für gewöhnlich durch einen hohen THC-Gehalt und gleichzeitig eher niedrigen CBD-Gehalt aus. Bei Indica-Pflanzen ist es andersherum. Dementsprechend unterschiedlich wird auch der Effekt der zwei Sorten beschrieben. So sollen Sativas einen belebenden, körperlichen Rausch verursachen. Dieser wurde bereits mit den verschiedensten Eigenschaften wie aufmunternd, energiegeladen und kreativitätsfördernd beschrieben. Indicas sollen hingegen eine komplette Entspannung hervorrufen.

Tatsächlich zeigen neueste Forschungen allerdings immer wieder, dass die botanischen Eigenschaften der Sorten gar nicht für die Unterschiede im Wirkungsspektrum verantwortlich sind. Auch der bekannte Neurologe und Cannabisforscher Dr. Ethan Russo hat sich bereits mehrmals gegen die sich hartnäckig haltende Meinung zu Sativas und Indicas ausgesprochen. Viel wichtiger sei es stattdessen, die einzelnen Sorten genau auf die darin enthaltenen Cannabinoide und Terpene zu untersuchen. Denn diese haben einen starken Einfluss auf die jeweilige Wirkungsweise der Sorten. Es bleibt also spannend!

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