Johan Dietrichsen

Fachautor mit einem Master in Gesundheitswissenschaften und Naturheilkunde

Inhaltsverzeichnis

Wer Athena Pro Line anmischt, sollte zwei Arbeitsschritte auseinanderhalten: die Herstellung eines Vorratskonzentrats und das anschließende Ansetzen der fertigen Nährlösung. Das Athena-Handbuch beschreibt beide Schritte getrennt. Genau diese Unterscheidung hilft dabei, Mengenangaben richtig zu lesen und typische Mischfehler zu vermeiden.

Vorratskonzentrat und Nährlösung: Was ist der Unterschied?

Ein Vorratskonzentrat entsteht, indem ein einzelnes Pro-Line-Produkt in Wasser aufgelöst wird. Dieses Konzentrat dient anschließend zum Dosieren.

Die fertige Nährlösung entsteht erst, wenn die benötigten Konzentrate einzeln in den mit Wasser gefüllten Mischbehälter gegeben werden.

Wichtig: Ein Vorratskonzentrat darf laut Athena niemals direkt an die Pflanzen gegeben werden.

Schritt 1: Die Vorratskonzentrate herstellen

Athena empfiehlt im Handbuch das Arbeiten mit Vorratskonzentraten für eine möglichst genaue und gleichmäßige Dosierung. Das beschriebene Standardverfahren basiert auf einer Konzentration von 226 Gramm pro Liter.

Für jedes Produkt wird ein eigenes Konzentrat hergestellt. Das Verfahren läuft laut Handbuch so ab:

  1. Wasser vorlegen: Den Behälter zunächst bis etwa 80 Prozent des vorgesehenen Endvolumens mit Wasser füllen.
  2. Produkt zugeben: Den gesamten Inhalt des jeweiligen Pro-Line-Beutels hinzufügen. Athena sieht für dieses Verfahren die Verwendung vollständiger Beutel vor.
  3. Vollständig auflösen: Gründlich mischen, bis sich das gesamte Granulat aufgelöst hat. Das Handbuch nennt hierfür etwa 15–45 Minuten.
  4. Auf Endvolumen auffüllen: Erst anschließend Wasser bis zum vorgesehenen Gesamtvolumen ergänzen.
  5. Noch einmal mischen: Abschließend weitere 1–2 Minuten mischen, damit das Konzentrat gleichmäßig ist.

Die Box-Anleitung nennt beispielsweise 2,26 Kilogramm auf 10 Liter Endvolumen. Gemeint sind also 10 Liter fertiges Konzentrat – nicht die Zugabe des Pulvers zu bereits 10 Litern Wasser.

Athena-Originalgrafik: Herstellung des Vorratskonzentrats

Quelle: Athena®, German – Metric DIGITAL V15, gedruckte Seite 27. Originalausschnitt zum Vorratskonzentrat-Verfahren.

Schritt 2: Die Konzentrate getrennt halten

Eine zentrale Warnung im Handbuch betrifft das direkte Zusammengeben verschiedener Konzentrate: Die Kombination von Produkten in Konzentratform kann zu Ausfällungen führen.

Pro Core, Pro Grow und Pro Bloom werden deshalb jeweils separat angesetzt. Beim späteren Herstellen der Nährlösung werden die benötigten Konzentrate einzeln abgemessen und separat in das vorgelegte Wasser gegeben.

Schritt 3: Die passende Dosiertabelle verwenden

Im Handbuch stehen zwei unterschiedliche Arten von Mengenangaben:

Verfahren Mengenangabe
Dosierung über Vorratskonzentrat Milliliter Konzentrat pro 10 Liter
Dosierung nach Gewicht Gramm Pro-Line-Pulver pro 10 Liter

Diese Angaben dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Außerdem beziehen sich die Milliliterwerte der Konzentrat-Tabelle auf das dort angegebene 226-g/L-Konzentrat. Für abweichende Konzentratstärken verweist Athena auf einen eigenen Dosierungsleitfaden.

Auch bei der Gewichtstabelle lohnt sich ein genauer Blick: Während die Pro-Line-Pulver in Gramm angegeben werden, stehen Cleanse und Fade dort weiterhin in Millilitern.

Schritt 4: Die Nährlösung ansetzen

Für das manuelle Anmischen beschreibt Athena einen mit Wasser gefüllten Behälter, in den die benötigten Konzentrate einzeln dosiert werden.

Die Tabelle auf Handbuchseite 24 führt die Produkte in dieser Mischreihenfolge auf:

  1. Balance beziehungsweise Pro Balance, sofern entsprechend dem zugehörigen Verfahren eingesetzt.
  2. Pro Grow oder Pro Bloom, entsprechend dem gewählten Düngeplan.
  3. Pro Core beziehungsweise Fade, entsprechend dem jeweiligen Planabschnitt.
  4. Cleanse.

Diese Reihenfolge bedeutet nicht, dass sämtliche aufgeführten Produkte gleichzeitig verwendet werden. Welche Komponenten dazugehören, ergibt sich aus der jeweiligen Spalte des Handbuchplans.

Für Balance und Pro Balance verweist Athena ausdrücklich auf gesonderte Anwendungshinweise. Die beiden Produkte sollten daher nicht ohne Berücksichtigung dieser Hinweise gleichgesetzt werden.

Athena-Originalgrafik: Herstellung der Nährlösung aus getrennten Konzentraten

Quelle: Athena®, German – Metric DIGITAL V15, gedruckte Seite 27. Originalausschnitt zum Vorratsbehälter-Verfahren einschließlich Dosiertabelle und Kontrollschritt.

Schritt 5: Gründlich mischen und kontrollieren

Nachdem die vorgesehenen Komponenten hinzugefügt wurden, wird die Lösung gründlich vermengt. Anschließend sieht das Handbuch die Prüfung von EC und pH-Wert vor.

Die Kontrolle gehört zum Mischvorgang dazu: Athena verweist bei abweichendem EC auf eine Fehlerprüfung, bevor die Lösung verwendet wird. Auch für die Herstellung der Vorratskonzentrate nennt das Handbuch ein gesondertes Validierungsverfahren.

Typische Fehler beim Anmischen

Die Anleitung macht besonders auf diese Punkte aufmerksam:

  • Konzentrat mit fertiger Nährlösung verwechseln: Vorratskonzentrate sind nicht zur direkten Anwendung vorgesehen.
  • Verschiedene Konzentrate direkt zusammengeben: Athena warnt vor Ausfällungen.
  • Anfangswassermenge und Endvolumen gleichsetzen: Das endgültige Volumen wird erst nach dem Auflösen eingestellt.
  • Gramm und Milliliter verwechseln: Gewichtstabelle und Konzentrat-Tabelle verwenden unterschiedliche Einheiten.
  • Die Konzentratstärke übersehen: Die angegebenen Milliliterdosierungen gelten für die in der Tabelle genannte Konzentration.
  • Die abschließende Kontrolle auslassen: Gründliches Vermengen sowie die Prüfung von EC und pH sind Bestandteil des beschriebenen Ablaufs.

Quelle: Athena-Handbuch „German – Metric DIGITAL V15“, gedruckte Seiten 24–27. Dieser Beitrag fasst das dort beschriebene Verfahren zusammen; ergänzende Anwendungs- und Validierungshinweise stehen im Handbuch. Abbildungen: Originalausschnitte aus Seite 27, nur zugeschnitten.

— Bonorum CBD