Manche Genetiken machen es einem leicht. Andere bringen dich zwischenzeitlich fast zum Verzweifeln – und belohnen dich am Ende mit Blüten, bei denen du einfach nur staunst. The Curse von Wizard Trees gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie.
Ich bin Fred, Gründer von Bonorum. Wir beschäftigen uns täglich mit Grow-Technik, Pflanzen und außergewöhnlichen Genetiken. Aber ein Strain muss sich für uns nicht nur auf dem Papier gut anhören. Wir wollen selbst sehen, wie er sich im Grow verhält – mit allen Stärken, Schwächen und Überraschungen.
Unser Eindruck von The Curse nach diesem Run: nicht gerade pflegeleicht, aber beim Blütenbild, Harzbesatz und Aroma ausgesprochen beeindruckend. Genau deshalb wollten wir unsere Erfahrung mit euch teilen.
The Curse: RS11 × Black Magic
The Curse ist eine Kreuzung aus RS11 (Rainbow Sherbert #11) und Black Magic. Wizard Trees greift damit das berühmte süß-gasige RS11-Profil auf und ergänzt es um die dunkleren Farben, die dichte Calyx-Struktur und den ausgeprägten Frost, für die Black Magic steht.
Der Breeder beschreibt ein moderates Stretch-Verhalten und eine Blütezeit von etwa acht bis neun Wochen. Wie sich eine einzelne Pflanze tatsächlich entwickelt, hängt aber immer auch vom Phänotyp und vom Setup ab – und unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Sorte auf dem Papier leicht zu führen sein kann, im konkreten Run aber trotzdem Fingerspitzengefühl verlangt.
Eine echte Diva: Warum The Curse uns gefordert hat
Ich sage es ganz offen: The Curse war zickig. Das ist keine Genetik, bei der ich einfach ein Schema einstellen und dann wochenlang nicht mehr genau hinsehen würde. Wir mussten aufmerksam auf die Reaktionen der Pflanzen achten und unser Vorgehen daran anpassen.
Vor allem beim Crop Steering hat sich wieder gezeigt, wie wichtig das Substrat ist. In unseren Durchgängen haben wir beobachtet, dass Coco auf starke Drybacks teilweise deutlich empfindlicher reagieren kann als Steinwolle. Wer beide Medien identisch behandelt, übersieht schnell wichtige Unterschiede.
Genau solche Erfahrungen sind der Grund, warum wir bei Bonorum selbst growen und unsere Projekte dokumentieren: Wir wollen nicht nur erzählen, was theoretisch funktionieren sollte. Wir möchten zeigen, was in der Praxis tatsächlich passiert.

Und dann kommen diese Blüten …
Der Moment, in dem The Curse ihre Blüten richtig ausbildet, macht viele der Herausforderungen wieder wett. Die Buds zeigen eine starke, kompakte Struktur, grüne und dunklere, teils violette Nuancen, leuchtend orangefarbene Pistillen und einen extrem auffälligen Harzbesatz.
Gerade in den Nahaufnahmen wird sichtbar, wie viel Charakter die Blüten besitzen. Uns begeistert dieses fast schon überzuckert wirkende, frostige Erscheinungsbild – genau das, was man sich bei einer modernen Premium-Genetik erhofft.
Auch aromatisch geht The Curse in die Richtung, die wir bei Wizard Trees so feiern: Candy, Gas und eine süße, vielschichtige Tiefe. Der Gesamteindruck ist intensiv und für uns ausgesprochen hochwertig. Eine konkrete THC-Angabe machen wir bewusst nicht: Ohne Laboranalyse wären solche Zahlen nur Spekulation.

Warum wir Wizard Trees so feiern
Wizard Trees ist für uns mehr als ein Name auf einer Seed-Verpackung. Wir mögen den Anspruch hinter den Genetiken: auffällige Terpenprofile, eine unverwechselbare Flower-Ästhetik und Kreuzungen mit eigenem Charakter.
Gerade die RS11-Familie zeigt, wie viel Persönlichkeit moderne Selektionen mitbringen können. Bei The Curse ist für mich spannend, wie vertraute Candy-Gas-Noten mit einer eigenständigen Struktur und dunkleren Farbakzenten zusammenkommen.
Natürlich ist kein Breeder eine Garantie für einen perfekten Run, und nicht jeder Phänotyp verhält sich gleich. Trotzdem gehört Wizard Trees ganz klar zu den Marken, die wir aus Überzeugung empfehlen. Nicht weil ein großer Name daraufsteht, sondern weil uns die Ergebnisse begeistern und wir selbst Spaß daran haben, diese Genetiken kennenzulernen.
Den Grow gibt’s auf unserem YouTube-Kanal
Bei Bonorum wollen wir nicht nur fertige Buds fotografieren. Uns interessiert der Weg dorthin: das Setup, die Entscheidungen unterwegs, die Fehler, die Erkenntnisse und natürlich das Ergebnis.
Deshalb zeigen wir auf unserem Bonorum-YouTube-Kanal den Content rund um unsere Grow-Projekte und nehmen euch auch bei The Curse mit. Und ein ausführliches Fazitvideo zum gesamten Run folgt demnächst: mit unserer Bewertung, den Herausforderungen und allem, was wir beim nächsten Mal anders machen würden.
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Mein Fazit: Würde ich The Curse wieder growen?
Definitiv. Würde ich sie jedem Anfänger als besonders unkomplizierte Sorte empfehlen? Eher nicht. The Curse braucht Aufmerksamkeit, und man sollte bereit sein, auf das zu reagieren, was die Pflanzen zeigen.
Aber genau dieser Kontrast macht sie für mich interessant: Auf der einen Seite eine anspruchsvolle Diva, auf der anderen Seite Blüten, die optisch und aromatisch absolut überzeugen. Für mich hat sich die Mühe gelohnt.
Unser Urteil: Wizard Trees bleibt für uns ein ganz besonderer Breeder – und The Curse eine Genetik mit echtem Charakter.
Stay growing!
Fred
Gründer & Geschäftsführer, Bonorum CBD GmbH
Mehr aus unserer Community: The Curse im Blütefinale bei Gärtner Felix.
